Donnerstag, 11. Januar 2018

Tales from Suburbia

Die Nachbarin hat die OP gut überstanden. Sie ist angeschlagen. Mitgenommen. Aber alles in allem sieht es wohl, unter der Betrachtung der gesamten Lage, gut aus.

Gestern Abend vor dem Haus meinen Nachbarn getroffen. Seine beiden Hunde bellten, während wir noch kurz ein paar Worte vor dem Haus wechselten. Die OP seiner Frau sei gut verlaufen. Alles gut. Den Umständen entsprechend.

Es sind die Zwischentöne, die die Musik machen. Die Tonlage, die wankt. Man hört wie schwer es ihm fällt die Sätze zu formulieren. Sich dabei zusammen zu nehmen. Diese Sorte von Sätze, die man spricht, wo man versucht sauber zu klingen, obwohl einem gleich der Kloß im Hals die Stimme versagen lässt und es einem die Tränen in die Augen treibt.

Ich wünsche noch alles Gute. Er solle seine Frau lieb grüßen.

"Bis Freitag... Tobestunde mit den Hunden. Und dann machen wir den Grill an. Bier und Burger auf die Hand", rufe ich, während ich weiter gehe.

Er winkt. Ich winke.

Kommentare:

  1. Herr MiM, ich schreibe jetzt einen Satz - und da Sie ja schon eine Zeit bei mir mitlesen und um meine endlose Liebe für den Helden wissen - erahnen Sie vielleicht, wie ich es meine, denn: sollte ich jemals krank werden und/oder mir etwas schlimmes passieren, dann würde ich dem Helden einen Nachbarn wie Sie wünschen!

    Alles Liebe
    Frau nima

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    1. Danke, Frau Nima... das ist mal wirklich ein tolles Kompliment. Nehme ich an. Danke dafür.

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  2. Mein Nachbar hat im November seine Frau verloren. Zum 50. Hochzeitstag waren sie nach Südafrika geflogen, auf dem Rückflug hat sie neben ihm einen Hirnschlag bekommen. Er dachte, sie schläft. In Frankfurt wartete schon der Krankenwagen, Notoperation. Dann hat man ihm 30 Minuten für die Entscheidung gegeben, ob man die Maschinen abschalten soll. Er ging im Park spazieren, schließlich rief er seinen Sohn an, der allerdings genau zu diesem Zeitpunkt einen Vortrag hielt. Er hat sich von seiner Frau verabschiedet und ist nach Hause gefahren, bevor die Maschinen den Tod gemeldet haben. Weihnachten ist er dann alleine im Haus. Er schreibt jeden Tag einen Brief an seine tote Frau. Das ist so brutal, selbst als Nachbar, lieber Herr MiM - Sie machen sich keine Vorstellung.

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    1. Wissen Sie, Herr Bonetti... ich mag mir auch keine Vorstellung davon machen wollen. Das ist übel. Das ist verdammt übel. Ich stelle mir das mehr als fürchterlich vor.

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