Freitag, 26. August 2016

Freitagsgrillen

Wenn man den Freitag schon nicht wirklich gearbeitet hat, dann sollte man wenigstens gut Essen.

































Grill angemacht. Leckeres Indian Pale Ale getrunken. Und seit Jahren zum ersten Mal wieder Schweinebauch auf den Grill geworden.

Und er war wirklich gut.

























Als zweite Runde Nackensteak vom Lieblings-Fleischdealer. Als Beilage... einen Melonen-Gurken-Feta-Salat mit gerösteten Pistazien darauf.


Wochenende

Ende der Arbeitswoche.

Erstaunlich wofür man Geld bekommen kann... und vor allem wie viel.

Eine Geschichte (3)

- "Was soll es ?", dachte ich mir und zuckte mit meinen Schultern. Irgendwo hatte ich einmal gelesen, dass man nicht seine Fehler im Leben bereut, sondern die Gelegenheiten, die man ungenutzt verstreichen lässt.

Ich fing an zu tippen. Legte den Kopf schief. Löschte die Zeile wieder. Hielt inne.

- "Was machst Du hier eigentlich? Und warum?", fragte ich mich selbst.

Warum? Wenn man auf etwas zugeht, sollte man wenigstens wissen warum. Aber ich hatte kein Warum. Es gab ein echtes Warum. Vielleicht ein vorgeschobenes Warum. Ich wusste von allen, die wichtig waren, wo sie geblieben sind. Von allen. Bis auf sie. Und Neugierde ist ein schwaches Argument.

Ich hatte den Tag vorher die alten Aufzeichnungen gelesen. Die Wesentlichen. Die ganzen Streitereien, die wir hatten. Ich erinnerte mich an all die Dinge, die mich damals in Wahnsinn getrieben hatten. 

Ich hatte es vermieden, mich in ihren Freundeskreis zu integrieren. Ich konnte mit ihren Leuten nichts anfangen. Eine Ansammlung von Menschen, die auf mich unglaublich kurzsichtig wirkten. Und langweilig. Und was meinen Freundeskreis anging ? Ich hatte sie einmal mit auf eine Party genommen. Sie hatte meine beste Freundin, die Gastgeberin, angekeift, weil die mir ein Bier holen wollte. Alle mussten sich ihr Bier selber holen. Mir wurde es gebracht. Der könne sich sein Bier, selber holen, sagte sie. Ich bekam natürlich mein Bier gebracht. Danach nahm ich sie nie wieder irgendwo mit hin. Wir verbrachten zwei Jahre miteinander und ich war immer bemüht, sie von meinen Freunden fernzuhalten. Ich ging lieber mit meiner Ex-Frau zu einem Konzert, als mit ihr. 

Ihre Art sich durch den Tag treiben zu lassen, das Leben zu leben ohne auf etwas zu zuarbeiten, war nicht meines. Ich kam damit nicht klar. Sie versuchte ohne Stress durch das Leben zu kommen. Ein legitimer Ansatz für Sie... aber nicht für mich.

Mit 29 Jahren konnte sie nicht mal einen Topf Kartoffeln kochen. Kein Witz. Ich habe dieses Bild noch vor Augen, wie sie da stand, vor dem und fragte, ob dass alles so seine Richtigkeit hatte. Sie sagte mir, noch nie hätte ein Kerl von ihr erwartet, dass sie kochen sollte. Verständlich, sie hatte andere Fähigkeiten. Eine ausgeprägte Bi-Ader. Davon konnte man als Kerl profitieren. Da muss man nicht kochen können. Macht anfangs Spaß, stellte sich aber auf die Dauer auch als sehr anstregend und irgendwann extrem nervtötend heraus. Ich habe nie wieder in meinem Leben eine Frau getroffen, die sich so geschickt nebenher ausziehen konnte, während sie belangloses Zeug redete. Bla bla bla bla... auf einmal war sie nackt. 

Ich erinnerte mich, an die Geschichte wo sie vor dem Supermarkt den Hund klaute und dann mit dem Auto einen Unfall hatte. Erklären Sie mal der Polizei, warum da von dieser Familie der geklaute Hund auf der Rückbank sitzt. Die Party, wo sie betrunken Auto fuhr und während sie mich beschimpfte, eine Katze überfuhr. Die Einrichtung, die Schaden nahm, weil sie wieder einmal etwas nach mir warf. All diese Geschichten. Ich könnte daraus ein Buch mit Kurzgeschichten machen, a la Charles Bukowski.

Die Geschichten mit ihr füllten 2 Jahre einen Blog mit teilweise 2 bis 3 Posts am Tag. 

Sie trieb mich mit ihrer Art in den Irrsinn... dafür betrog ich sie bei jeder Gelegenheit, die sich bot. Ich fand, es stand mir zu. Als Ausgleich für meine ruinierten Nerven. 

Nein, es endete nicht gut. 

Bei manchen Menschen freut man sich, wenn man nach Jahren wieder einmal begegnet. Einfach um der alten Zeiten willen. Weil halt nicht alles schlecht war. Aber hier? Hier war nix gut. Wir hatten uns gegenseitig mehr verletzt und kaputt gemacht, als dass es uns irgendwo weitergebracht hätte. Wäre ich sie und würde jemand wie ich vor der Tür auftauchen, würde ich ihm so eine verpassen, dass er nicht mehr wüsste, wo oben und unten wäre.

Ich tippte..

- "Ich bin MiM. Ich suche ´Die Süße´ die 2006,2007 und 2008 in Suburbia gewohnt hat."

Dann drückte ich senden.

Donnerstag, 25. August 2016

[Dialoge - die Süße und Freund A] - Hotel vs. Apartment

Freund A und die Süße kennen sich. Vor ein paar Tagen gab es etwas Ärger um die anstehende Männer-Tour. Nach dem Gespräch musste Herr MiM unheimlich beschwichtigend auf die Süße einwirken.

Süße: Und könnt ihr mir vielleicht mal verraten, was ihr da machen wollt?

MiM: Naja... Bier trinken, die Altstadt anschauen und natürlich viel Kultur!

Süße: Und warum mietet ihr dann ein Apartment und nicht wie sonst immer Hotelzimmer?

Freund A: Weil es in den Hotels immer Probleme gibt, wenn man Nutten mitbringt.

Süße: [kein Ton... nur ein starrer Blick...]

MiM: [MiM schaut auf Freund A, dann zur Süßen... zuckt mit den Achseln]

Süße: Oooohhhhhhh Duuuuuuuuu Scheißkerl...

An dieser Stelle möchte ich nicht wiederholen, was mir alles um die Ohren geflogen ist und was mir nicht alles an den Kopf geworfen wurde.

Kommentar des Autors

Dieses hier ist der original Text aus dem alten Blog. Veröffentlicht am 23.Juli.2007. Geschrieben anlässlich unserer Herrentour nach Bratislava. 

Ursprünglich war dieser Trip mit 4 Personen geplant. Freund M wurde die Teilnahme, trotz getätigter Flugbuchung, seitens seiner Ehefrau untersagt. Mit dem Hinweis, dass unsere Unternehmung als ehegefährdend eingestuft wurde.  Freund T. versackte auf einem geschäftlichen Flug von den USA nach Europa in Paris auf dem Flughafen Charles de Gaulle. 

Herr MiM und Freund A unternahmen also diese Reise alleine und fanden uns mitten in der Innenstadt von Bratislava in einem 140 qm großen Apartment wieder.

Wenn Sie mich heute fragen, war das eine der besten Touren in meinem Leben. Wir hatten eine Woche Spaß.

Ich hole hier bewusst etwas aus der Konserve, damit der geneigte Leser eine Ahnung und Vorstellung davon bekommt, welchen massiven Druck und welchen impulsiven Emotionen ich ausgesetzt war. Sie sollen wissen um welche Person es sich bei ´Eine Geschichte´ handelt.

Eine Geschichte (2)

Einige Menschen findet man leicht im Internet. Manche Menschen nicht. Jemanden, der nicht gefunden werden will, findet man nicht mit dem, was man über ihn weiß. Suche nicht dort, wo er einmal war. Suche dort, wo er hin wollte.

Aus irgendeiner Intuition heraus änderte ich meine Suche. Und auf einmal... Gotcha. Der Name. Nicht direkt im vermuteten Zielgebiet, aber noch im Einzugsgebiet. Ich klickte den Link es Suchergebnisses an. Da war es.

Arbeitgeber. Eine Adresse. Eine Telefonnummer. Eine Mobilfunknummer, um den Ansprechpartner außerhalb der angegebenen Zeiten zu erreichen. Und ein Bild. Ich kannte das Bild. Es war die eingescannte Version einen Passfotos. Sie hatte es knapp 9 Jahre zuvor in einem Passbild-Automaten gemacht. Ich hatte eines der Bilder damals bekommen. Ich nahm die Mobilfunknummer und ließ Google danach suchen. Ich fand einige Einträge und ein Stellengesuch. Sie suchte noch eine weitere Beschäftigung. Nur für einen Tag. Für nebenher. Nichts hatte sich geändert.

Da saß ich nun. Nach Jahren war ich fündig geworden. Hatte gefunden wonach ich gesucht hatte. Und ich war enttäuscht. Ein neun Jahres altes Bild. Arbeitgeber, Tätigkeit in Verbindung der rein formalen Qualifikation ... ein Trauerspiel. Kombiniert mit den weiteren gefundenen Informationen, zeichnete sich ein Bild, dass genau dem entsprach, wie es aussah, als ich sie damals kennen lernte.

Ich tippte die Mobilfunknummer in mein Telefon. Der Nummer war ein Whatsapp Account zugeordnet.

Und da saß ich nun. Im Grunde hatte ich in Erfahrung gebracht, was ich wissen wollte. Whatsapp schreiben und gucken was geschieht? Oder es auf sich beruhen lassen.?

Alles eine Frage der Zeit

Zeit. Zeit ist für mich das Kostbarste. Wenn sie vergangen ist, ist wie weg. Ich kann mir Zeit nicht kaufen.

Wie viel Zeit hätte ich für mich sinnvoller genutzt, wenn ich die Menschen, die ich eh irgendwann aus meinen Leben entfernt habe, nicht schon viel früher freigesetzt hätte.

Viel zu viel Zeit mit Menschen verschwendet, die einen nicht weiter bringen. Die mehr Aufwand verursachen als sie zu einem guten Gefühl beitragen.

Freunde haben Respekt vor der Zeit des anderen. Sie verschwenden sie nicht.

Mittwoch, 24. August 2016